25 Januar 2014 ~ 0 Comments

10.12. Fraser Island

Kurz vor sieben klingelt der Wecker – die Sonne scheint, Zeit zum Aufstehen, Frühstücken und Checkout um um halb acht für die Tour auf Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Als erstes wurde durch einen Teil der Gruppe die Verpflegung gecheckt und dann in unseren Kühltruhen mit Eis, sowie Alkohol und Getränke in einer weiteren Eisbox verstaut. Gegen halb zehn setzte sich unser Konvoi aus acht Fahrzeugen in Richtung strand unterwegs und nach knapp zwanzig Minuten standen wir für die Überfahrt mit der Fähre aufgereiht. Die Überfahrt dauerte keine zwanzig Minuten und wurde von Quallen und Delphinen begleitet.

Auf Fraser Island fuhren wir knapp eine Stunde entlang des Strandes und durch kleine Bäche in Richtung unseres ersten Stops, einem in der Mitte der Insel liegenden abgeschotteten Süßwasser-Sees, der weder über Zu- noch Abläufe verfügt. Nach kurzem Mittagessen und einer dreiviertel Stunde Wanderung durch den Wald und der Wanderung durch eine kleine Dünenwüste war das Banden im doch 27° warmen See richtig angenehm und von einem ausgiebigem Sonnenbad gefolgt.

Um halb drei setzte sich unser Konvoi in Richtung eines am Strand liegenden Schiffswrack in Bewegung. Gegen halb fünf kamen wir in unserem Zeltlager an und teilten uns auf die verschiedenen schon aufgebauten Zelte auf, entspannten bei einem kühlen Bier und betrachteten den Sonnenuntergang am nahe gelegenen Strand. Am Abend so gegen acht kochte unser Auto (die Mitfahrer, nicht das Auto), die glorreiche Vier, Hühnchen mit Reis und Gemüse. Ein Teil der Gruppe beendete den Abend in der Campdisco, der andere bewunderte den Sternenhimmel, der nur von kleineren Wölkchen minimal verdeckt war.

Fraser Island ist 124 km lang, durchschnittlich 15 km breit und umfasst 1840 km2 (im Vergleich: Rügen ist etwa halb so groß). Die höchste Düne ist der etwa 240 Meter hohe Mount Bowarrady. Die touristisch erschlossene Insel ist Teil des Naturschutzgebiets Great-Sandy-Nationalpark.
Bis auf einige Gesteinsformen vulkanischer Herkunft, zum Beispiel Rhyolitgestein in Indian Head im Nordosten der Insel, besteht Fraser Island aus Sand. Dieser Sand ist ein Erosionsprodukt der Great Dividing Range, des Gebirges, das sich längs der gesamten australischen Ostküste zieht. Er wurde durch die Flusssysteme des nördlichen New South Wales zum Meer und von dort durch die vorherrschenden Südost-Passatwinde und Meeresströmungen entlang der Küste Richtung Norden transportiert. Schließlich blieb der Sand an einigen herausragenden Felsnasen hängen, baute sich zu Dünen auf und wurde vorerst von Sandpflanzenbesiedlungen stabilisiert. Im Laufe der Jahrtausende erhöhten und überformten dann immer neue Dünen das Land. Dieser Landbildungsprozess hält bis heute an.
Auf Fraser Island gibt es fast 200 Süßwasserseen (z.B. Lake McKenzie) verschiedenen Typs, die ein extrem sauberes und klares Wasser aufweisen. Bei Teilen der Seen handelt es sich um solche in einer Schicht aus schwebendem Grundwasser: Wasser, das über einer wasserundurchlässigen Schicht aus Coffee Rock (einem komprimiertem Material aus Sand und organischen Bestandteilen) liegt. Die anderen Seen auf Fraser Island entstanden entweder, wenn Sanddünen Wasserwege blockierten oder wenn eine Senke darunterliegendes Grundwasser freigab. Der Lake Wabby wird in den nächsten Jahrtausenden von einer Sanddüne verschüttet werden.
An der Ostküste der Insel liegt der 75-Mile-Beach. Er gilt als offizieller Highway, ist durch Fahrzeuge mit Allradantrieb befahrbar und dient zugleich als Flughafen für Kleinflugzeuge. Das Baden im Meer ist lebensgefährlich, da dort tückische Strömungen herrschen, die Gewässer sehr schnell tief werden und Haie in dem Gebiet leben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fraser_Island

 

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