20 Dezember 2013 ~ 0 Comments

26.11.13 Beginn einer Reise

Es ist kurz vor fünf und mein Wecker klingelt, nach einer Minute klingelt ein weiterer Wecker. Ich sollte aufstehen… Meine Fluggesellschaft hatte meinen Flug von neun auf sieben vorverlegt. Das auf halb sechs bestellte Taxi steht also ich vor die Türe gehe schon bereit. Fünfunddreißig dollar ärmer aber pünktlich stehe ich nun in der endlos langen Schlange der Billigflieger, gebe meinen Rucksack auf, dieses mal nur achtzehn Kilo, ich habe sparsam gepackt, und passiere die Kontrollen.

Beim Boarding fielen bereits einige Chinesen durch ihre Rücksichtslosigkeit und Ellenbogen-Mentalität auf, rempelten alle an und drängten sich um die Warteschlange herum. Im Flieger ging dieses Verhalten weiter. So standen einige während dem Start auf und wühlten in den Überkopf-Fächern. Die freundlichen Durchsagen der Besatzung sowie die Hinweise der zwei herbeigeeilten Flugbegleiterinnen ignorierte man auch ohne eine Reaktion. Der Flug verlief dann auch ohne weitere Zwischenfälle, nur beim Aussteigen wurde das Verhalten wieder deutlich als anderen die Fächer vor der Nase wieder zugeschlagen oder mit dem Handgepäck geboxt wurden.

Beim Verlassen des Fliegers schlug mir eine unerwartete Hitzewelle entgegen. Es waren bereits knapp dreißig Grad (und das um neun Uhr Vormittag). Schnell hatte ich nach der Gepäckabholung meinen kostenfreien Shuttle des Hostels gefunden (war nur leider das falsche Hostel), der mich zum Nomads Cairns brachte, ich war jedoch im Nomads Esplanade eingebucht, so dass mich der nächste Bus dann in die Innenstadt zu meinem richtigem Hostel brachte. Die Zeit bis zum Checkin wollte ich sinnvoll nutzen und meinen Zug-Gutschein einlösen. Hier ereilte mich eine Überraschung die das australische Zugsystem doch deutlich vom deutschen unterscheidet. Wie im Flugzeug wird, wenn man eine Strecke bucht ein fester Sitzplatz gebucht. Das Gepäck, so wurde mir erklärt, kann bis eine halbe Stunde vor Abfahrt aufgegeben werden (Gepäckaufgabe, und dann auch noch kostenfrei? Cool!). Meine erste Teilstrecken (Cairns-Townsville und Townsville – Prosperpine) klappten ohne Probleme, jedoch wurde meine wichtige Mittwochsverbindung von Prosperpine nach Rockhamton ersatzlos und ohne Begründung gestrichen, wobei man hier  anmerken muss, dass die Züge nur maximal einmal am Tag fahren.Um die ausgefallene Verbindung zu ersetzen habe ich mich im nächsten Backpacker-Reisebüro in einen der dreimal am Tag fahrenden Grey Hound Busse eingebucht und noch gleich einige Aktivitäten für den Rest des Tages organisiert.

 

Fünfundzwanzig Minuten später saß ich bereits im Bus zum Bungeswing in der man auf bis zu 140 km/h beschleunigt. Da uns die dortigen Mitarbeiter für eine Weile einfach vergessen hatten schlug der Swing- Master vor, dass wir drei doch gemeinsam swingen sollten, weil das die Geschwindigkeit erhöht (und Geschwindigkeit war hier das magische Wort). Die Gemeinheit an diesem Swing ist, dass man am Scheitelpunkt selbst auslösen muss was einem, wenn man das klick hört eine Gefühlte Sekunde stehen in der Luft und danach den freien Fall verspricht. Eine super Gaudi und die zweite Fahrt wurde uns auch geschenkt!

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Nach der Rückkehr ging es erstmal zum schwimmen in die künstliche Lagune (Cairns selbst hat leider keinen Strand sondern nur ein Wattenmeer mit Krokodilen. Für den Abend gegen sechs stand die Fahrt zum Cairns Night Zoo an, wo uns neben All-You-Can-Eat-Buffet, Australischer Musik auch noch ein paar Tiere wie Frösche, Koalas Schlangen oder Krokodile erwarteten. An dieser Stelle kann ich bestätigen, Koalas sind sooooo flauschig, fast wie echte Teddys. Den Abend schlossen wir noch mit dem Tanzen zu Gitarrenmusik und streicheln eines  Wombats ab.

 

 

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