30 Juli 2013 ~ 0 Comments

RIP Onkel Helmut

Seit Donnerstag gibt es einen Walonka weniger auf der Welt. Auch wenn es keine Trauerfeier oder Beerdigung geben wird bin ich im Herzen bei meiner Familie und besonders bei meiner Tante und hoffe dass alle die ihr näher sind die richtigen Worte finden um ihr Stärke zu geben.

Ich habe während meinem Jahr down under erwartet eine Trauernachricht zu erhalten, mich darauf eingestellt und doch, ich war nicht auf diese Nachricht vorbereitet. Der Bruder meines Vaters, mein Onkel ist in seinem (geliebten) Schrebergarten an einem Herzinfarkt verstorben. Ja, wir standen uns nicht so nahe, wie man es erwartet würde und haben uns in den letzten Jahren doch immer mehr entfremdet, aber dennoch verbinde ich mit Ihm viele schöne Momente meiner Kindheit und habe stets sein Lächeln in Erinnerung. Es war immer schön in die warme Wohnung der beiden zu kommen. Klar, beide waren Schwaben durch und durch und haben immer auf das Geld geachtet, aber ich habe mich nie unerwünscht gefühlt. Mein Onkel war ein Mann der sich in seinem Leben alles hart erarbeitet und erspart hat, vielleicht auch manchmal zu sehr gespart… Aber er war immer Glücklich. Sein Schrebergarten, eben so wie der meines Vaters war sein Stolz und Heiligtum, er hat ihn immer in Schuss gehalten, das war sein Rückzugsort und Urlaubsort. Dort vorbeizukommen war immer herzlich und schön!

Ich muss sagen, auch wenn ich Helmut nun seit etlichen Monaten nicht gesehen habe und wir sehr wenig Kontakt hatten so scheidet nun ein Teil meiner Familie von uns, um den ich doch seit dem ich es weiß viele Tränen vergossen habe.

Meine erste Reaktion hat mich selbst erschreckt, denn es war die typische Reaktion eines Sanis, ja, er ist tot, und jetzt, aber erst mit der Zeit wird mir langsam klar, was das bedeutet und umso stärker wird mein Wunsch wieder zurück zu meiner Familie zu kommen, zurück nach Deutschland. Wenn ein Verwandter stirbt und man halt mal so 16.000 km weg ist fühlt man sich einfach nur allein, hilflos und einsam…

 

Dennoch…Wir hatten zwar nicht immer die beste Zeit und in den letzten Jahren weniger Kontakt, aber dennoch traure ich um einen geliebten Menschen, der einen Teil meiner Kindheit mit geprägt hat und behalte ihn mit seinem Lächeln in Erinnerung und danke allen Kollegen des Augsburger Rettungsdienstes, dass sie ihr bestes getan haben!

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