12 Dezember 2012 ~ 0 Comments

Was man nach 6 Semestern Studium kann….

Was kann man nach drei Jahren Studium? Ist man Experte in allen Belangen oder ein Fachidiot ohne Hoffnung auf normales Leben? Ich muss dazu sagen ich studiere an einer Universität und auch nur so Theoriesachen wie Informatik, Wirtschaft und Physik für Lehramt. Ich dachte eigentlich, dass ich nach dem Studium gelernt habe, wie ich gut unterrichte, warum ich wie unterrichte und wie ich Probleme mit Schülern handhabe. Doch was lernt man in Erziehungswissenschaften? Man lernt viel über die Arten der Erziehung, wie es früher gemacht wurde, über die Geschichte der Erziehung, über theoretische Probleme die Schüler psychologisch haben. Aber, man ist nicht in kleinen Gruppen, unser Rekord liegt bei weit über 2000 Teilnehmern in einer Vorlesung. In Wirtschaftswissenschaften war meine erste Erfahrung, dass ich für eine 8 Uhr-Vorlesung um halb 8 für einen Sitzplatz erscheinen musste. In Finanzbuchhaltung haben wir nur gehört, wie ein Dozent das Buch eines anderen vorliest, mussten dessen Script mit Lückentext kaufen und hatten eigentlich nichts davon. Da war Informatik doch viel schöner. Wir waren nur 500 Zuhörer, aber dennoch. Für mich sind die meisten Vorlesungen einfach nur Murks. Die LMU sagt immer, dass sie so Elitär und wichtig ist, aber in den Vorlesungen merkt man nichts von der Elite. Wir sind zusammengepfercht und können kaum etwas mitnehmen. Der Lichtblick am Ende des Tunnels sind nur die Tutorien. Hier sind wir maximal 50 Personen gewesen, hier konnte man oft etwas mitnehmen und lernen.

Aber jetzt zurück zum Titel meines Beitrags. Wie sehe ich mich nun nach 3 Jahren Studium, einem fast komplett abgeschlossenen Studium der Informatik, einem weitestgehend abgeschlossenen Erziehungswissenschaftsstudium? Ich verstehe viel  von allgemeinen Zusammenhängen der Informatik, von theoretischen Inhalten, aber kann ich dadurch das was man von Informatikern erwartet? Programmieren, Konzeptionieren, Hacken?!? Naja, ich nenne es mal so… Wer nicht in seiner Freizeit an soetwas arbeitet der bleibt ein Fachidiot der nichts davon umsetzen kann. Meine Erfahrungen als Lehrer habe ich bisher durch das Halten von Tutorien, einige Praktika und letztendlich durch eine Stelle als Lehrer in Garching gesammelt. Ich bin für meine Stelle als Aushilfslehrer echt dankbar denn nur durch die Praktika wäre es wohl nicht gut gegangen ins Referendariat einzusteigen.

Letztendlich muss man als Student egal was man macht Initiative zeigen und selbst etwas machen, um voran zu kommen. Die Uni hilft hier nicht!

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